Angenommen, Du hast eine gute Idee. Oder ein Thema, dass Dir wichtig ist. Vielleicht denkst Du zum Beispiel, dass Pflegekräfte besser bezahlt werden sollen.

Du bestimmst das Programm

In den bestehenden Parteien hast du nur wenig Einfluss, es sei denn, du investierst viel Zeit. Bei Demokratie in Bewegung bekommst du dagegen die Möglichkeit, eine Initiative zu schreiben und einzubringen.

Alle Ideen sind willkommen, denn Kreativität erfordert Freiheit. Allerdings dürfen unsere Grundwerte nicht verletzt werden: Demokratie und Transparenz, Gerechtigkeit, Weltoffenheit, Vielfalt und Zukunftsorientierung. Darüber wacht ein Moderationsteam. Im Zweifel entscheidet eine immer wieder neu und zufällig ausgeloste Jury, ob eine Initiative den Grundwerten entspricht.

Aus Ideen werden Initiativen

Deine Initiative muss folgende Fragen beantworten:

  • Worum geht es in der Initiative? (eine kurze Zusammenfassung)
  • Was ist das Problem? (eine Beschreibung des Ist-Zustand)
  • Was forderst du? (detailliert, aber nicht juristisch)
  • Wie hast Du gearbeitet? (Mit wem hast Du gesprochen? Wer waren Deine Experten? Woher kommen die Daten?)

Optional:

  • Wie viel würde das kosten?
  • Wie soll das bezahlt werden?

Außerdem müsst ihr mindestens zu dritt sein und eure Namen veröffentlichen. Warum? Weil eine Initiative zum Thema Klimaschutz, die von Greenpeace kommt, glaubwürdiger ist als eine, die von Vattenfall geschrieben wurde.

Darf ich um Unterstützung bitten?

Im ersten Schritt sammelt Ihr Unterschriften von anderen Beweger/innen, die euren Vorschlag gut finden. Damit über euren Vorschlag abgestimmt wird, müssen 1% der Beweger/innen den Vorschlag unterschreiben.
Natürlich musst du nicht mit einer Unterschriftenliste herum gehen. Wir veröffentlichen eure Initiative auf unserer Abstimmungsplattform und alle Beweger/innen können mit einem Klick unterschreiben. Wenn ihr einen guten Vorschlag macht, sollte es kein Problem sein, genügend Unterschriften zu sammeln.

Arena frei – die Diskussionsphase

Sobald euer Vorschlag genügend Unterschriften erreicht hat, haben alle Beweger/innen drei Wochen Zeit, über die Initiative zu diskutieren. In dieser Zeit könnt ihr eure Initiative nochmal anpassen und verbessern.
Damit die Diskussion in geordneten Bahnen verläuft, sammeln wir Pro- und Contra Argumente. So haben auch Menschen, die nicht viel Zeit haben (zum Beispiel weil sie Eltern sind oder viel arbeiten), die Möglichkeit sich zu informieren und mitzubestimmen.

Abstimmung – Stunde der Wahrheit

Nach Ablauf der Diskussionsphase wird über den Vorschlag abgestimmt. Wenn eure Initiative die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommt, wird sie offizielles Parteiprogramm!

Mach mit!

Wir organisieren zur Zeit erste Treffen, in denen Du andere Beweger/innen kennen lernen kannst. Gemeinsam könnt ihr dort Initiativen vorbereiten, zu den Themen, die Dich interessieren.

Jetzt Mitmachen!

12 Kommentare

  1. Bodo Petersen 3. April 2017
    Reply

    Ich bin sehr gespannt auf die konrete Umsetzung und die Ergebnisse. Macht auf jeden Fall weiter so!

  2. Thomas Fahrenhorst 3. April 2017
    Reply

    Guten Abend Clemens, komme gerade begeistert vom Regionaltreffen NRW und lese Deine Neuigkeit. Das wird ja immer besser! Vielen Dank aus Rösrath für die gute Arbeit,
    Thomas

  3. Anon 6. April 2017
    Reply

    Weil eine Initiative zum Thema Klimaschutz, die von Greenpeace kommt, glaubwürdiger ist als eine, die von Vattenfall geschrieben wurde.

    Warum das? Auch Greenpeace hat nachweislich und wiederholt falsche bzw. erfundene Zahlen in ihren Kampagnen benutzt.

  4. Gottfried Limbach 8. April 2017
    Reply

    Das hört sich alles ziemlich bürokratisch an. Aber vielleicht funktioniert es ja.
    VIEL GLÜCK UND ERFOLG

  5. Leif Hansen 10. April 2017
    Reply

    Sollen auch Nicht-Parteimitglieder Initiativen starten können, über die dann der Parteitag abstimmt?
    Können nur Parteimitglieder die Initiativen unterstützen?

    • Clemens Holtmann 12. April 2017
      Reply

      Hallo Leif,
      Initiativen können nur von Unterstützern & Mitgliedern gestartet und unterstützt werden.
      Für alle, die uns nur eine Idee oder einen Gedanken schreiben wollen, ohne sich mehr zu engagieren, wird es einen „Marktplatz der Ideen“ geben.

  6. Sascha Henzgen 10. April 2017
    Reply

    Das klingt recht interessant. Ich hätte da ein paar Fragen:
    Wie wird das Moderationsteam gebildet?
    Aus welchem Pool von Personen wird die Jury gezogen?
    Wer ist mit „BewegerInnen“ gemeint? – Alle oder nur Parteimitglieder?

    • Clemens Holtmann 12. April 2017
      Reply

      Hallo Sascha,
      das Moderationsteam wird von der Geschäftsführung der Partei bestimmt.
      Wenn jemand nicht einverstanden ist mit einer Entscheidung des Moderationsteams, kann das Kuratorium angerufen werden. Es besteht aus 100 ausgelosten BewegerInnen.
      Als Beweger darfst du Initiativen starten und abstimmen. Beweger sind Förderer/ Unterstützer, keine ordentlichen Parteimitglieder. Unsere Parteimitglieder müssen den Ethik-Kodex unterschreiben und erklären sich bereit, Ämter zu übernehmen. Sie sollen die Entscheidungen der BewegerInnen in den Parlamenten umsetzen.
      Beweger darf jede und jeder werden. Mitglieder werden ausgewählt. So garantieren wir eine echt-demokratische Entscheidungsfindung und gleichzeitig Professionalität in den Parlamenten.

      • Uwe 18. April 2017
        Reply

        Hallo,
        wie soll sicher gestellt werden, dass Großunternehmen oder andere Interessensgruppen Beweger/innen kaufen oder manipulieren, die dann in fremdem Auftrag bei DiB handeln?

  7. Anonym 16. April 2017
    Reply

    „Rückwärtsgewandte, menschenverachtende und egoistische Stimmungsmacher/innen treiben die Demokratie vor sich her. Sie stellen unsere Art des Zusammenlebens in Frage – unsere Freiheit und Weltoffenheit. Sie schüren Ängste. Sie verachten unsere Grundwerte und verhöhnen die Demokratie. 2017 wird nicht besser – wenn wir uns nicht bewegen.“

    Leider konnte ich bei dem Unterpunkt der Seite „Prinzip“ keinen Kommentar dazu schreiben, also tue ich dies hier.

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich ( – zitatunabhängig – ) den Gedanken, das demokratische Prinzip der Mitbestimmung auf solch eine Art und Weise zu erneuern, sehr beeindruckend finde.

    Dennoch sehe ich leider auch, dass ihr euer Marketingtalent einzusetzen wisst; Will heißen: Manche Aussagen sind meiner Meinung nach relativ einseitig (subjektiv) formuliert und teils auch sehr „gefülsbetont“. Ich würde euch bitten, euch selbst noch mehr (als Partei) zu reflektieren ( – kann nie genug sein), bzw. euch noch reflektierter darzustellen – also auch selbst öffentlich zu möglichen Schwachpunkten der eigenen Idee zu stehen. Für mich wäre das ein wichtiger Teil der Transparenz – bzw. zeugt ein reflektiertes Verhalten für mich auch für Jemanden, der für eine politische Führungspositionen geeignet ist.

    Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr auf einzelne Aussagen eigehen, sondern einfach um eine selbstkritischere Darbietung bitten – weil ich Ihnen zutraue, selbst Schwachstellen zu erkennen und akut nicht so viel Zeit darein investieren möchte ( – eventuell ein anderes Mal). Dabei finde ich es beachtlich, wie viel sie als Team jetzt wahrscheinlich schon stemmen müssen und schätze das sehr! Nur ein paar Anregungen zu dem, was mir auffiel: Warum sind nur bei diesem Teil der Seite Kommentare möglich? Ist wirklich alles schlecht, was von anderen Parteien kommt, was in der Welt vor sich geht? Sind Sie wirklich dazu im Stande die Werte aller Menschen zu vertreten, wenn Sie sich bei den vier Punkten festlegen? Können dann Minderheiten bei dem gesamten Prinzip nicht teilweise vollkommen untergehen? Was, wenn die Leute mit Werten, die sich von der Wirtschaft, von Gier, beeinflussen lassen, die Mehrheit bei Abstimmungen (innerhalb Ihres Unterstützerkreises) gewinnen? Wie tolerant ist der Umgang mit anderen Parteien? Wer sagt eigentlich, was genau die vier Werte beinhalten?

    In der Hoffnung, mit diesen Anregungen hilfreich gewesen zu sein,
    eine (selbst-)kritische Interessierte

    PS: Frohe Ostern! 🙂
    PPS: „Der Herr ist auferstanden! Halleluja!“

    • Anonym 16. April 2017
      Reply

      Okay, ich gebe es zu: Mein Kommentatende war schon sehr provokativ. Kann aber das „PS“ und „PPS“ jetzt leider nicht mehr herausnehmen, bzw. meinen Kommentar bearbeiten – habe dies bereits probiert. 🙂

  8. Klaus Raith 16. April 2017
    Reply

    Etwas neues zu Bewegen in unserer Demokratie mit solch einer neuen Partei, ist sehr sehr gut,
    da wirklich jeder in Deutschland gefragt ist hier mitzureden und abzustimmen. 🔊🔊🔊🤗🤗🤗

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