Schüler*innen streiken für den Planeten – ab jetzt jeden Freitag!

Es ist ein kleines Wunder: Ein Teenager in Schweden hat die Nase voll von leeren Versprechungen zum Klimaschutz und protestiert. Sie wird dabei sehr deutlich und wirft der Politik Lügen, Untätigkeit, Diebstahl und Gier vor. In kürzester Zeit wird daraus eine politische Bewegung “Fridays For Future” und Jugendliche weltweit engagieren sich für Klimaschutz. Smartphones und Social Media werden offensichtlich – entgegen der üblichen Einschätzung – von der jungen Generation auch für außerordentlich sinnvolle Dinge eingesetzt.

Die jungen Menschen, die da protestieren, haben sehr genau verstanden worum es geht: Sie wollen ihre Zukunft retten. Es ist nicht mehr zu leugnen, dass dringend gehandelt werden muss. Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und Artensterben sind von uns Menschen herbeigeführt und wir Menschen sind es, die ebenso darunter leiden werden, wie die Natur und unsere gesamte Erde. Vielleicht spüren wir nicht sofort die kompletten Konsequenzen unseres Handelns, aber unsere Kinder und Enkel müssen mit Sicherheit darunter leiden.

Darum ist es richtig und wichtig, dass gerade sie sich einmischen. Sehenswert: Wie Greta Thundberg der Klimakonferenz die Leviten liest.

Teenager ergreifen Partei für ihre Zukunft

Die Bewegung erzielt schon Aufmerksamkeit, obwohl sie erst ganz am Anfang steht. Eine Meldung in den Tagesthemen kann der Protest bereits jetzt verzeichnen. Es ist zu hoffen, dass es so weitergeht. Denn es ist unverantwortlich und nicht hinnehmbar, wie über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinweg regiert und über ihre Lebensgrundlagen entschieden wird. Die jungen Menschen sind in ihrem Protest motiviert und kreativ. Zum Beispiel basteln sie ihre Schilder bewusst aus Müll, um Ressourcen zu schonen. Darauf fassen sie die Probleme gut zusammen: ”Euch gehen die Ausreden aus und uns die Zeit!”.

Die Politik ist bereits alarmiert. Statt sich über das erstarkende politische Interesse der jungen Generation zu freuen, weisen die Kultusminister*innen auf die Schulpflicht hin und drohen mit Konsequenzen. Das war leider zu erwarten, denn die Kultusminister*innen sind ebenfalls Politiker*innen genau der Parteien, die sich weigern, konsequent Maßnahmen zu ergreifen, um unseren Kindern einen möglichst intakten Planeten zu hinterlassen.

Diese Bewegung von Schüler*innen ist von den Politiker*innen nicht zu kontrollieren und zu steuern, weshalb ihnen nichts anderes einfällt, als die Proteste zu diskreditieren und auf die Schulpflicht zu pochen. Vielleicht wäre es ihnen lieber, dass die Kinder sich in den Jugendorganisationen der Parteien politisch engagieren, wo sie lernen, dass Entscheidungen von den Mächtigen getroffen werden?

Man kann der Bewegung nur Glück und Erfolg wünschen. Und man muss sie unterstützen, im Kampf dafür, dass ihre Zukunft nicht von wirtschaftlichen, sondern menschlichen und ökologischen Interessen bestimmt wird. Die Versuche der Kultusminister*innen, diese Bewegung zu unterdrücken, weise ich scharf zurück. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, körperliche Unversehrtheit und freie Persönlichkeitsentfaltung steht über der Schulpflicht. Durch ihre Umwelt- und Bildungspolitik missachten die regierenden Politiker*innen diese Rechte unserer Auffassung nach massiv. Daher ist es mehr als nachvollziehbar, dass die Schüler*innen dagegen aufbegehren.

Vielleicht muss man eine “Jugend-Gewerkschaft” oder ein “Kinder- und Jugendparlament” gründen, die dafür sorgen, dass nicht weiter ignoriert wird, was Kinder und Jugendliche brauchen. Wir denken darüber nach: Gründung einer “Jugendgewerkschaft”. Jugendämter, Schülervertretungen und Parteien bemühen sich zwar um die Minderjährigen, aber sie kämpfen meiner Meinung nach nicht dafür, dass ihre Meinung in Parlament und Regierung gehört wird.

Wir wünschen uns, dass “Fridays For Future” endlich etwas in Bewegung setzt, das nicht wieder nur in Lippenbekenntnissen endet. Unsere Unterstützung haben “diese jungen Leute”.

Hier findest Du eine #FridaysForFuture-Regionalgruppe in Deiner Nähe.

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG kämpft bereits für viele der Forderungen, daher zeigen wir uns uneingeschränkt solidarisch. Einige wichtige Initiativen von DiB zu Umweltthemen findest Du hier:


EU-Strukturförderung auf Dekarbonisierung ausrichten Energiewende
Flächendeckende nachhaltige Mobilität
Ressourcenschutz ( auch für Europa)
Reform der Nutztierhaltung