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Ich bin 27 Jahre alt, komme aus München und stehe bei der Bundestagswahl auf dem ersten Listenplatz von DEMOKRATIE IN BEWEGUNG in Bayern. Natürlich hatte ich viele Vorstellungen, was im Wahlkampf auf mich zukommen wird. Flyer verteilen, Plakate aufhängen, vielleicht an einer Podiumsdiskussion teilnehmen.

Nicht auf dem Schirm hatte ich aber, wie toll sich mittlerweile digitale und analoge Kommunikation vernetzen lassen. DEMOKRATIE IN BEWEGUNG hat in jedem Bundesland die Kandidat/innen auf den vorderen Listenplätzen mit einem Handy und einer persönlichen Telefonnummer sowie einer Mailadresse ausgerüstet. Zudem sind wir über Facebook und den Marktplatz der Ideen erreichbar.

Zuerst war ich skeptisch, wie die Menschen in Bayern an meine Kontaktdaten herankommen sollen. Doch mittlerweile hängen Plakate inkl. Handynummer in vielen Städten Bayerns und ich bekomme über WhatsApp, Facebook und E-Mail jeden Tag Anfragen.

Die Leute fragen, wie man uns unterstützen kann, wo wir vertreten sind und wie wir uns als Partei zu bestimmten Themen positionieren. Ich freue mich riesig über jede Nachricht.

Manchmal kann ich es kaum glauben: Wir haben DEMOKRATIE IN BEWEGUNG am 29. April in Berlin gegründet, einen Monat später folgte die Landesverbandsgründung in Bayern. Und nun haben wir unzählige Interessent/innen, die mehr über die Partei und mich persönlich wissen wollen.

Ich kann jeden Menschen nur ermutigen, das Handy in die Hand zu nehmen oder sich an den Computer zu setzen. Nicht immer ist es möglich, binnen weniger Minuten zu antworten – aber alle Kandidat/innen von DiB gehen mit viel Freude auf jedes Anliegen ein.

Vielleicht hört man im Hintergrund von Sprachnachrichten mal das Geschirr klappern oder Kinder rufen, denn wir stehen mitten im Leben. Wir wollen Eure Meinung hören sowie Rede und Antwort stehen, denn nur gemeinsam können wir unsere Ziele meistern.

Du erreichst mich via WhatsApp unter +49 163 3121 856.

Und hier findest Du alle anderen Kandidat/innen mit eigenem DiB-Handy.

Article by Max Glasneck

Beachtenswerte Beiträge

  1. Erstens ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht immer sicher; auf sehr viele ehemals als recht sicher eingeschätzte Verschlüsselungen gibt es erfolgreiche Angriffe.

    Und zweitens können die Server selbst bei funktionierender Ende-zu-Ende-Verschlüsselung immer noch die Metadaten erfassen, also feststellen, wer mit wem wann Kontakt hat. In der Türkei genügt es derzeit ja schon, den falschen Messenger mit Verschlüsselung zu haben, um im Gefängnis zu landen. Und wie sagte der Ex-NSA-Chef General Hayden so (un)schön: “We kill people based on metadata.”

  2. Was wohl stimmt: WhatsApp übermittelt ohne ausreichende Berechtigung Telefonnummern an die WhatsApp-Server in den USA. Das geschieht bei der Installation von WhatsApp und später bei Hinzufügung von Kontakten.

    Wenn von DiB auf Plakaten Telefonnummern genannt werden, deren Nutzer über WhatsApp kontaktiert werden können, dann sind das Nutzer (nämlich die Kandidaten von DiB), die mit der Datenübertragung einverstanden sind. Es sind ja sogar Rufnummern, die nur zur Nutzung per WhatsApp eingerichtet wurden. Hier gibt es kein Datenschutzproblem und schon gar keinen Aufruf zum Rechtsbruch.

    Dass WhatsApp an sich problematisch ist und man sich überlegen kann, ob dessen Nutzung durch solche Plakate gefördert wird und ob man das in Kauf nimmt, ist eine andere Frage. Man kann da aber die Position vertreten, dass in der heutigen Kommunikationskultur ein Boykott für DiB kontraproduktiv ist und man sich eher für eine datenschutzkonforme Änderung der Praxis von WhatsApp einsetzen sollte. Siehe dazu auch die DiB-Initiative ‘Meine Daten gehören mir’.

    Einige rechtliche Infos dazu: http://www.internet-law.de/2017/06/nutzung-von-whatsapp-illegal-und-muessen-eltern-die-nutzung-des-messengers-unterbinden.html

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