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Am 02. August war der Earth Overshoot Day – der „Welterschöpfungstag“.

Was genau bedeutet das, was haben Du und ich damit zu tun und wieso ist dieser Tag relevant für die Politik?

Die Welt stellt uns Menschen Ressourcen zur Verfügung: Wasser, saubere Luft, Tiere und Pflanzen, die unsere Nahrungsgrundlage sind. Und wir Menschen verbrauchen ein gewisses Maß an Ressourcen.

Das Global Footprint Network, eine Organisation, die sich mit dem ökologischen Fußabdruck beschäftigt, berechnet seit 1969 jedes Jahr einerseits, wie viele Ressourcen auf natürliche Weise gegeben sind. Gleichzeitig geht es andererseits darum, wie viele Ressourcen wir Menschen jährlich nutzen und auf welche Weise: durch Fleischkonsum, Nutzung von Autos und Flugzeugen oder einen bestimmten Energieverbrauch. Daraus ergeben sich dann zwei Werte, die miteinander verglichen werden.

Das Fazit: seit 1987 verbrauchen wir mehr Ressourcen, als die Welt uns zur Verfügung stellt.

Wir haben zu oft das Licht an, wir fahren zu viel Auto, wir fliegen zu viel mit dem Flugzeug, wir essen zu viel Fleisch. In diesem Jahr leben wir bereits seit einer Woche auf Kosten der Zukunft. Das Jahr hat aber noch knapp fünf Monate!

Das Problem ist dabei, dass es sich mit der Natur wie mit einer Bank verhält, bei der man sich Geld leiht und die sich aber erst beschwert, wenn man sich nichts mehr borgen kann. Das heißt: jetzt gerade leben wir im Wohlstand. Aber wir nutzen Ressourcen im Voraus, weil wir nicht weiter denken oder nicht dementsprechend handeln.

Wir erschöpfen die Welt.

Wir nutzen die Ressourcen, die Natur, maßlos aus.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist der Welterschöpfungstag jedes Jahr früher.

Was bedeutet das? Für die nachkommenden Generationen wird es immer schwieriger, in einer Welt zu leben, die überhaupt Ressourcen hat! Wir nehmen folgenden Generationen die Möglichkeit, in einer Welt aufzuwachsen, die Mittel zum Leben zur Verfügung stellt. Es ist ein Todesurteil für die Umwelt und somit für unsere Nachfahren. Bereits jetzt sind durch Naturkatastrophen, Überfischung oder Wassermangel erste Anzeichen ersichtlich.

Deswegen gibt es den Earth Overshoot Day: Um zu zeigen, dass wir ab jetzt “auf Pump” leben. Dass wir der zukünftigen Menschheit die Lebensgrundlage nehmen.

Und da wir der Welt keine Ressourcen zurückgeben können, wie das mit dem Geld bei einer Bank der Fall wäre, müssen wir unser Handeln verändern. Das geht aber nur, wenn jeder einzelne Mensch bei sich anfängt und wir dann gemeinsam im Großen agieren.

Ich habe den Test gemacht, wie groß mein ökologischer Fußabdruck ist: Ich verbrauche 1.3 Erden pro Jahr. Das ist viel zu viel! Für mich bedeutet das: Ich werde weniger Fliegen. Ich werde jedes Mal, wenn ich einen Raum verlasse, das Licht ausmachen. Damit meine Kindeskinder überhaupt die Möglichkeit haben, Licht anzumachen.

Im zweiten Schritt heißt das: Ich engagiere mich in der Politik für unsere Umwelt. Denn die Umwelt #brauchtBEWEGUNG! Ich setze mich ein gegen Lebensmittelverschwendung, kämpfe für eine ökologische Landwirtschaft und finde Wege für die Reduzierung von Treibhausgasen.

Wie groß ist dein Fußabdruck? Wie beeinflusst dein Leben und dein Handeln die Umwelt? Können wir uns gemeinsam für eine Zukunft unserer Nachfahren einsetzen?

Sei Dabei! Gemeinsam machen wir das Programm für die Zukunft!

Für eine Zukunft, aus der auch zukünftige Generationen schöpfen  können.

 

 

 

Foto: Flickr by Sven Gaedtke

Article by Lea Brunn

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